Großeinsatz: 83-Jährige vermisst

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- Von Frank Liebetanz

Maria Veen. - Die 83-jährige Katharina Ehringfeld wird seit Sonntag vermisst. Die Polizei startete einen Großeinsatz, an dem auch eine Hundertschaft und etwa 30 ehrenamtlich tätige Rettungshundeführer teilnahmen.

Die intensiven Suchaktionen der Polizei verliefen bislang ohne Erfolg. Neben Beamten der Kreispolizeibehörden Borken und Coesfeld sind Polizisten einer Einsatzhundertschaft aus Münster im Einsatz, außerdem etwa 30 Hundeführer der Rettungsstaffeln Münster, Ostwestfalen-Lippe und Lippe-Ems.

Der angeforderte Hubschrauber konnte aufgrund der schlechten Witterung bislang nicht starten. Eine komplette Hundertschaft (Beamte aus Wuppertal, Köln und Dortmund) unterstützt die Suchmaßnahmen seit gestern Nachmittag. Die Beamten haben unter anderen das weiträumige Gelände "Am Kloster" und Waldstücke durchsucht. Zudem waren Funkstreifenwagen unterwegs. Nach den Lautsprecherdurchsagen meldete sich ein Zeuge und gab an, die Vermisste am Sonntagnachmittag im Bereich Merfelder Bruch gesehen zu haben. Der Schwerpunkt der Suchmaßnahmen wurde in diesen Bereich verlagert. "Die Rettungshunde sind ausgebildet, vermisste lebende Personen zu finden", erläuterte der Einsatzleiter der Einsatzkooperative, Dr. Helmuth Hiegemann aus Rosendahl, gestern der BZ. Die Vierbeiner liefen in zugeteilten Quadranten frei herum, nähmen menschliche Witterung auf, verfolgten diese und bellten bei einem Fund. Ein Hund könne in etwa einer halben Stunde 30.000 Quadratmeter dichten Waldes durchsuchen " bis zu viermal am Tag.

Katharina Ehringfeld ist etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß, schlank und hat graue Haare. Sie spricht Deutsch mit niederländischem Akzent und ist bekleidet mit einem braunen Ledermantel mit Pelzkragen und halbhohen, dunklen Lederstiefeln. Vermutlich hat sie einen Gehstock dabei. Die vermisste Bewohnerin des Seniorenwohnheims an der Straße "Am Kloster" ist nach Mitteilung der Polizei demenzkrank und auf ständige Medikamenteneinnahme angewiesen. Körperlich ist sie so rüstig, dass sie ohne Gehhilfe ein bis zwei Stunden spazieren gehen kann. Zeugen, die Hinweise auf den Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich sofort über den Notruf 110 an die Polizei zu wenden.

06. Februar 2006 | Quelle: ...

Vermisste in Waldstreifen tot gefunden

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- Von Frank Liebetanz

M a r i a V e e n. Tot aufgefunden hat die Polizei gestern Nachmittag die seit Sonntag vermisste Katharina Ehringfeld (83). Die Frau, die im Altenheim Maria Veen gelebt hatte, war von einem Spaziergang nicht zurückgekehrt (BZ berichtete). Polizei und Rettungshundestaffeln hatten die Frau in einem Großeinsatz gesucht.

Polizeibeamte haben die seit Sonntag vermisste 83-jährige Katharina Ehringfeld am gestrigen Nachmittag im Rahmen umfangreicher Suchmaßnahmen in einem Wald- und Wiesengelände in der Bauerschaft Stevede, Kreis Coesfeld, etwa zwei Kilometer von ihrem Altenheim entfernt, tot gefunden.

"Die Todesursache steht derzeit nicht fest. Angaben über ein Fremdverschulden liegen bislang nicht vor", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. In Abstimmung mit der Kreispolizeibehörde Coesfeld werde das Kriminalkommissariat Borken alle weiteren Ermittlungen führen.

Vermutlich war die Frau von der B 67 kommend auf einem Trampelpfad auf dem Heimweg, als sie möglicherweise stolperte und zu Fall kam, so eine Mutmaßung. In unmittelbarer Nähe des Fundorts befand sich ein großer, verzweigter Ast.

Die Notärztin konnte nur noch den Tod feststellen. So genannte "Todesermittler" nahmen unverzüglich ihre Arbeit auf. Bis zum Zeitpunkt des Fundes Katharina Ehringfelds war gestern erneut eine Hundertschaft im Raum Maria Veen unterwegs, um die Frau zu suchen. Ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Chance, die Frau lebend zu finden, schwand zusehends.

Kein Hubschrauber

Wegen der schlechten Witterung hatte die Polizei keinen Hubschrauber einsetzen können. Eine Wärmebildkamera an Bord hätte aus der Luft wichtige Hinweise liefern können. Rettungshundestaffeln in ehrenamtlichem Einsatz und Polizeibeamte hatten die Umgebung durchkämmt " leider ohne Erfolg.

Die Schulleitung des Gymnasiums der Mariannhiller Missionare und die Küche des Hauses Maria Veen unterstützten die Einsatzkräfte, wo sie konnten. Küchenmeister Thomas Fedder und seiner Kräfte verpflegten die Suchmannschaften unter anderem am Montagabend mit 160 frisch gebratenen Schnitzeln und selbst gemachtem Nudelsalat.

Die Küchenmannschaft hatte nach einigen Überstunden erst um 21.30 Uhr Feierabend, nachdem die Küche wieder gesäubert war. Gestern gab es mittags zwei Gerichte zur Auswahl, es wurden statt 350 eben 475 Portionen auf die Teller gebracht.

"Die Vermisste ist eine Bewohnerin unseres Altenheims. Da ist es selbstverständlich, dass wir die Einsatzkräfte, die bei Wind und Wetter unterwegs sind, unterstützen", sagte Manfred Lehmkuhl, Leiter des Hauses Maria Veen. "Das Haus Maria Veen trägt natürlich die Kosten."

Lehmkuhl berichtete der BZ, Katharina Ehringfeld sei zwar demenzkrank gewesen, sei aber nicht rechtlich betreut worden.

Gute Orientierung

Die 83-Jährige habe sich aber nach anfänglichen Schwierigkeiten nach dem Einzug ins Altenheim Maria Veen gut orientieren können.

Katharina Ehringfeld sei selbst einkaufen gegangen, erläutert Lehmkuhl, und die Frau habe ein- bis zweistündige Spaziergänge unternommen, von denen sie bis zum Verschwinden stets verlässlich wiedergekommen sei.

08. Februar 2006 | Quelle: ...