Ausbildung zum Rettungshundeführer

Nicht nur der Hund muß viel lernen, der Rettungshundeführer natürlich auch.

Ein offenes Wort vorab


Dieses idealistische Hobby verlangt einen hohen Zeitaufwand!
Sowohl das Training als auch ein Einsatz ist für Hund und Mensch unter Umständen nicht ganz ungefährlich.
Alle Staffelmitglieder arbeiten ehrenamtlich; Ausrüstung und Fahrtkosten müssen selbst getragen werden. Sie dürfen keine Pokale oder Auszeichnungen erwarten, dafür aber eine sinnvolle befriedigende Tätigkeit.

Voraussetzungen

Aktive in einer Rettungshundestaffel sollten Spaß an Teamarbeit und an der Zusammenarbeit mit den verschiedensten menschlichen und tierischen Charakteren haben. Im Training bedeutet dies, dass man sich nicht nur mit dem eigenen Hund beschäftigt, sondern durch die eigene Helferarbeit verantwortlich ist für jeden Hund der Staffel. Das setzt voraus, dass man Spaß an Hundeausbildung und Verhaltensforschung hat.

Persönliche Voraussetzungen

Belastbarkeit, d.h. Sie sollten keine schweren gesundheitlichen Einschränkungen haben. 
Grund: Unsere Einsätze gehen meist über mehrere Stunden in oft sehr unwegsamen Gebieten.
 Natürlich sollten Sie einen Führerschein haben und über ein PKW verfügen.

Lernbereitschaft

Alle Einsatzkräfte der Staffel verfügen über ein entsprechendes Grundwissen, bevor sie in den Einsatz gehen. Hier ein Auszug über das erforderliche Grundwissen:

  • Grundlagenwissen zu Einsatzorganisationen in Deutschland im Allgemeinen und im Besonderen zum BRH
  • Katastrophenschutz allgemein und länderspezifisch
  • Strukturen des BRH
  • Versicherungsrecht
  • Verhalten im Einsatz
  • Handhabung der persönlichen Schutzausrüstung
  • Einsatztaktik
  • Funken / Kommunikation im Einsatz (Verschwiegenheit im BOS-Funkverkehr)
  • Orientierung im Gelände
  • Gefahren im Gelände
  • Erste-Hilfe-Kurs
  • Erste Hilfe beim Hund
  • Fahren im Einsatz / Fahren mit Sonder- und Wegerechten
  • Suchtaktik Flächensuche
  • Einsatzmöglichkeiten von Rettungshunden in der Fläche und ihre Grenzen
  • Einsatzmöglichkeiten von Mantrailern und ihre Grenzen
  • Gefahren bei Einsätzen
  • Gefährdungsüberprüfung / Belehrung über Gefährdungssituationen in einer Rettungshundestaffel und
  • ihre Auswirkungen
  • Grundlagen psychosoziale Notfallseelsorge (PSN) der eigenen Einsatzkräfte
  • Gefahren in den Trümmern (Eigensicherung / Fremdsicherung)
  • Einsatzmöglichkeiten von Rettungshunden in den Trümmern und ihre Grenzen
Warum soll ich mir dies antun?

Viel Zeit, viel lernen, nachts bei schlechten Wetter zum Einsatz fahren usw......
Natürlich ist es eine ehrenvolle Aufgabe, einen Menschen aus einer lebensbedrohlichen Situation zu retten.

Ehrlich gesagt, würden nicht so viele bei uns mitmachen, wenn es nicht auch Spaß machen würde. Die Hunde finden die Rettungshundearbeit so toll und alleine die Begeisterung bei den Hunden im Training zu sehen, entschädigt für alle anderen Strapazen.